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Recht und Gesetz

Seit 2001 ist der Tierschutz im Grundgesetz verankert, das deutsche Tierschutzgesetz wird gern gepriesen und gelobt.
Trotzdem werden viele Tiere gequält, misshandelt oder vernachlässigt.
Hohe Strafen braucht man in der Regel nicht zu befürchten, denn das Tierschutzgesetz wird in der Praxis viel zu selten umgesetzt.
Unmotivierte Behörden und mangelndes öffentliches Interesse sind die Hauptursachen dafür.

Bitte schauen Sie nicht weg – helfen Sie den Tieren!

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Für den Vollzug des Tierschutzgesetzes und die daraus entstandenen Verordnungen sind die Behörden zuständig.

Das Veterinäramt ist verpflichtet, allen Anzeigen von Missständen in der Tierhaltung nachzugehen und die gesetzlichen Mindestanforderungen an eine artgerechte Tierhaltung durchzusetzen. 

Wie melden Sie einen Tierschutzfall?

Sollte Ihnen ein Tierschutz-Missstand bekannt werden, benachrichtigen Sie die Polizei oder das zuständige Veterinäramt und erstatten Sie Anzeige! Das Aneigenformular für das Veterinäramt finden Sie auf der Internetseite des Landkreises Oder Spree.

Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Anzeige schriftlich zu formulieren. So können Sie sicher sein, dass keine Missverständnisse auftreten und jede Information auch aktenkundig wird. Lassen Sie nicht zu, dass man den Fall herunterspielt.

Versuchen Sie bitte, im Interesse des Tieres, eine objektive Einschätzung abzugeben.
Eine rein gefühlsmäßige Beurteilung hilft dem Tier leider nicht weiter, die Durchsetzung des Gesetzes kann nur auf Tatsachen beruhen.

Versuchen sie bitte, so genau wie möglich, folgende Fakten darzulegen:

  • Standort des Tieres
  • Name und Anschrift des Halters
  • Wie ist der Gesundheitszustand?
  • Wie verhält sich das Tier?
  • Wie sind die Haltungsbedingungen?
  • Was haben Sie beobachtet?
  • Wie lange hält dieser Zustand bereits an?
  • Wenn möglich: Fotos!!! (Dabei sind wir Ihnen gern behilflich)

Für Fundtiere ist das Ordnungsamt zuständig. 

Bitte keine anonyme Meldung!

Oft werden Meldungen anonym abgegeben. Dafür gibt es meistens zwei Gründe.

Zum einen möchte der Anzeiger nicht in Unanehmlichkeiten verwickelt werden und zum anderen geht es leider oft nur um menschliche Befindlichkeiten, persönliche Streitereien, die auf dem Rücken der Tiere ausgetragen werden sollen.

Um das in der Praxis voneinander zu unterscheiden und um rechtskräftige Auflagen erteilen zu können, sollte man bereit sein, seinen Namen und seine Anschrift zu nennen.

Diese persönlichen Informationen werden nicht dem Tierhalter weiter gegeben! Auch die Ämter unterliegen dem Datenschutz!
Die Informationen dienen der Glaubhaftigkeit der Anzeige, die dann von den Behörden eher mit der angebrachten Ernsthaftigkeit verfolgt werden wird.
Nur im Falle einer Klage wird dem Gericht der Name des Anzeigenerstatters bekannt gegeben.

Sie entscheiden, was schwerer wiegt - die für sie befürchteten Unannehmlichkeiten oder die tatsächlichen Umstände des Tieres.

Eine anonyme Anzeige verzögert die Kontrolle und gefährdet die Hilfe für das Tier.

Das zuständige Veterinärmt:
Landkreis Oder-Spree
Breitscheidstraße 7
15848 Beeskow
Tel.03366 35-0

www.landkreis-oder-spree.de

Die zuständigen Ordnungsämter haben ihren Sitz in den jeweiligen Amtsgemeinden.