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Vortrag von Dr. Einhorn zum Jahr der biologischen Vielfalt |
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Sonntag, 20 Juni 2010 |
Auf unserer letzten Mitgliederversammlung hatten die anwesenden Mitglieder das Vergnügen, einen Beamervortrag von Dr. Klaus Einhorn erleben zu können, der dem Jahr der biologischen Vielfalt 2010 gewidmet war und der Frage, wo uns Tierschützern Elend von Tieren begegnet und was wir dagegen tun können. Dieser mit teils witzigen, teils traurigen, manchmal auch schockierenden Bildern und Tatsachen untermauerte Vortrag sollte uns immer daran erinnern, dass Tierschutz nicht auf Hund und Katze begrenzt ist und nicht an der Landkreisgrenze endet, sondern dass jeder von uns aufgerufen ist, seinen Beitrag zu einem sinnvollen Miteinander von Mensch und Tier zu leisten.
Dr. Einhorn riss in seinem Vortrag ganz unterschiedliche Themen an und versuchte damit, die anwesenden Zuhörer zu sensibilisieren. "Wussten Sie, dass 40 Prozent der Arten gefährdet sind? 40 Prozent!", fragte er und blickte in ungläubige Gesichter. Hier geht es aber nicht nur um Arten in entfernten Ländern, sondern auch bei uns vor der Haustür! "Wann haben Sie zuletzt einen Kiebitz gesehen? Oder eine Lärche?" erweiterte er seine Frage und wieder nur ungläubige, aber inzwischen nachdenkliche Blicke. Das Internationale Jahr der biologischen Vielfalt 2010, ausgerufen von der UNESCO, findet so gut wie keine Beachtung, obwohl jeder am eigenen Fenster erleben kann, dass Arten fernbleiben! Interessieren Sie sich dafür und blicken Sie auf die eigens dafür eingerichteten Webseiten der UNESCO und des Bundesumweltministeriums.
Die Frage nach dem Zusammenleben von Mensch und Tier stellt sich besonders dann, wenn der Mensch gefährdet wird oder das Tier ihm nützt. Nach Gefährdung und Nutzen des Menschen für die Tiere wird viel seltener gefragt. Aber denken Sie an die Momente, in denen uns Tiere als Gefahr bewußt sind: bei Seuchen, Virenerkrankungen, BSE, Schächten lebender Tiere, Bisswunden bei Kindern oder gar Tötungen und überfahrene Wildtiere. Diese Themen verabreitet auch die Presse mit den großen Buchstaben gerne, ohne jedoch etwas verändern zu wollen. Dr. Einhorn rief daher auf, den Fokus für den Tierschutz auch in einem so kleinen Verein wie wir es sind zu verbreitern und uns auch diesen Themen zu widmen.
Ganz besonders am Herzen lag Dr. Einhorn das Schicksal der Sing- und Zugvögel. Im Mittelmeerraum sind Zugvögel eine begehrte und teure Delikatesse. Sie werden am Spieß serviert oder im Glas eingelegt. Zuvor werden Sie qualvoll mit Netzen gefangen oder mit Schrot abgeschossen, wobei nicht selten eine Verletzung des Vogels dazu führt, dass dieser sich noch lange Zeit schmerzverzerrt versucht zu retten und erst viel später verendet. Dr. Einhorn regte daher an, ein Nester-Haus zu errichten, in dem sich Vögel einquartieren können und sicher und wohlbehütet leben und Nachwuchs bekommen können. Ein exponierter Platz müsste dafür zwar noch gefunden werden und ganz preiswert ist diese VAriante auch nicht, aber auch hier schlägt wieder der grenzenlose Optimismus von Dr. Einhorn zu, dem wir im Tierschutz und mehrfach Erfolge zu verdanken hatten, die sonst so nicht möglich gewesen wären. An dieser Stelle daher nochmals vielen Dank für den gelungenen und aufrüttelnden Vortrag an Dr. Klaus Einhorn!
Wenn Sie mehr über den Mord an Singvögeln erfahren wollen, so können Sie sich beim NABU und beim Deutschen Tierschutzbund informieren sowie beim Komitee gegen Vogelmord e.V. .
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